Mit Windows Live Sync Daten zwischen Computern synchronisieren

windows_live_sync_thumbSoftware für die Synchronisation von Daten zwischen mehreren Rechnern gibt es inzwischen ja wie Sand am Meer. Windows Live Sync (ehemals FolderShare) reiht sich seit Veröffentlichung der aktuellen Live Wave 4 in diese Sparte ein und schlägt sich gar nicht mal schlecht. Die einzelnen Ordner lassen sich voll automatisch über das Internet zwischen den Computern synchronisieren und sogar Remote-Zugriff wird unterstützt.

Die Features im Überblick:

  • Synchronisation von Dokumenten, Musik und anderen Daten zwischen verschiedenen Computern
  • Synchronisation von Fotos mithilfe der Windows Live Foto Gallery
  • Synchronisation von privaten und freigegebenen Ordnern, letztere auch durch andere Nutzer
  • Unterstützung von bis zu 20 Ordner mit jeweils maximal 20.000 Dateien und maximaler Größe von 4GB pro Datei
  • Einfache Bedienung über das Web-Interface
  • 2GB Speicherplatz bei der Synchronisation mit SkyDrive

Zwingend benötigt wird als erstes eine Windows Live ID. Danach muss die Client-Software heruntergeladen und installiert werden. Diese liegt neben einer Version für Windows auch für Mac OS vor. Linux-Nutzer gehen bisher leider leer aus. Nach der Anmeldung läuft die Software unaufdringlich im Tray und bietet von hier aus schnellen Zugriff auf die Sync-Webseite, die zu synchronisierenden Ordner und die letzten sowie aktuellen Aktivitäten.

Die zu synchronisierenden Ordner können über das Web-Interface ausgewählt werden. Hier werden zuerst alle Windows-Bibliotheken angezeigt, jedoch lassen sich auch eigene Ordner auswählen oder erstellen. Dabei können nicht nur persönliche (private) Ordner auf dem jeweils aktuellen Stand gehalten werden, sondern auch für andere Nutzer freigegebene. Die Ordner werden in beliebige Richtungen abgeglichen, auch bidirektional. Sind alle Einstellungen getroffen, ist keine weitere Interaktion mit dem Web-Interface oder Desktop-Tool nötig.

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Der Abgleich erfolgt bei Änderungen in den Ordnern direkt über das Internet, sobald die entsprechenden Geräte online gehen. Voll automatisch und im Hintergrund. Eine Internetverbindung ist also obligatorisch. Der Transfer kann optional verschlüsselt und/oder über einen Proxy geleitet werden.

Der Remote-Zugriff erlaubt das vollständige Durchsuchen der anderen Computer und das Herunterladen der Dateien von diesen. Diese Funktion ist zur Sicherheit standardmäßig deaktiviert und muss erst für jedes System explizit aktiviert werden.

Insgesamt ist Windows Live Sync ein recht intuitives und leicht zu handhabendes Mittel um die Daten seiner verschiedenen Computer abzugleichen. Positiv auffallend gegenüber Dropbox ist die Tatsache, dass sich auch ohne zusätzliche Maßnahmen, wie beispielsweise durch Caschy beschrieben, alle beliebigen Verzeichnisse auf dem gleichen Stand halten lassen, egal unter welchem Pfad sich diese befinden. Die Limitierung von 20 Ordnern dagegen reicht am Ende vielleicht nicht jedem Anwender aus. Da es sich um einen dezentralen Ansatz handelt, muss der Anwender, anders als bei Dropbox, ohne Undo-Funktion oder Versionskontrolle für versehentlich gelöschte oder geänderte Dateien auskommen. Dennoch sehe ich das Sync-Tool aus dem Hause Microsoft als eine durchaus interessante und vor allem leicht zu bedienende Alternative wenn es um die zweckmäßige Synchronisation von Daten zwischen mehreren Rechnern geht. Das ist das Ziel und genau diese Funktion erledigt Windows Live Sync überaus gut.

Wer im direkten Vergleich auch Dropbox ausprobieren möchte und noch keinen Account besitzt, der kann sich gerne über diesen Link anmelden um für sich selbst und mich 250MB gratis Speicherplatz oben drauf zu packen.

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