Welche Cloud-Dienste verwende ich?
Genau das ist die Frage, die ich mir im Zuge der aktuellen Blogparade von Jeffrey auf infoblog.li einmal stellen soll. Hier benennt er nämlich nicht nur die von ihm selbst regelmäßig genutzten Cloud-Services, sondern fragt auch einfach mal in die Runde seiner Leserschaft, welche Favoriten dort so vorherrschen. In diesem Sinne, hier ist meine Liste der für mich nicht mehr wegzudenkenden Helfer in der Wolke.
Zuerst aber noch einmal eine kurze Anmerkung, wieso ich die Cloud überhaupt für mich entdeckt habe. Die Erklärung ist relativ einfach: Zugriff von überall und jederzeit. Als Besitzer eines PCs, eines Netbooks und seit kurzer Zeit auch eines Smartphones kommt man schnell an den Punkt wo man sich fragt, wie man all die Geräte überhaupt auf dem aktuellen Stand halten soll. Genau diese Problematik ist bis heute für mich persönlich der wichtigste Grund für die Cloud. Selbst ohne einer Vielzahl von Endgeräten hat es sich zeitweise als überaus nützlich erweisen auch an fremden Rechnern an die eigenen Daten zu gelangen.
Ich befürchte zwar, das die meisten der von mir genutzten Dienste schon bekannt und wahrscheinlich sogar weit verbreitet sind, aber schaden wird meine Aufzählung deshalb bestimmt nicht.
Google Mail war wohl der erste Dienst, den ich wirklich als in der Wolke befindlich angesehen habe. Zuerst skeptisch gegenüber einem Webinterface für die Organisation meiner Emails musste ich jedoch feststellen, dass die Tatsache, seine Mails immer und überall griffbereit zu haben, ein enormer Vorteil ist. Auch die Funktionsweise steht heute einer Client-Software wie Outlook oder Thunderbird in meinen Augen in nichts nach. Was blieb am Ende übrig? Die Erkenntnis, jede extra Software einfach über Bord werfen zu können.
Es folgt der Google Reader, der mich inzwischen nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs mit dem Netbook oder dem Smartphone auf dem neuesten Stand meiner Lieblingsseiten hält.
Auch die Kontakte und der Kalender haben sich bewährt. Letzterer sorgt besonders unterwegs auf meinem HTC Desire für den nötigen Durchblick bei Terminen.
Aufgabenmanagement
Zur Zeit wird für die beliebten To-Do-Listen noch auf Google Tasks zurückgegriffen, da sich die Android-App GTasks als handlich und effektiv herausgestellt hat. In Zukunft könnte sich das hier bereits vorgestellte Wunderlist vielleicht durchsetzen. Bisher steht eine App für Android noch aus, soll aber in naher Zukunft folgen. Spätestens dann wird neu verhandelt.
Wenn es um größere Notizen oder Ausarbeitungen geht, verwende ich nach wie vor gerne OneNote aus den Microsoft Office Web Apps.
Social Bookmarking
Eine große Ansammlung von Lesezeichen im Browser war noch nie mein Fall. Aus diesem Grund habe ich immer von Social Bookmarking Gebrauch gemacht. Nicht wegen der sozialen Thematik, sondern einfach aus dem Grund heraus, dass sich so meine Lesezeichen an einem zentralen Ort befinden und dort auch bleiben. Delicious war lange Zeit der Dienst meiner Wahl. Inzwischen bin ich bei Zootool gelandet.
Dropbox
Ich denke, über den Onlinespeicher Dropbox brauche ich wirklich keine großen Worte zu verlieren. Hier im Blog bereits ausführlich vorgestellt und oft genug darüber berichtet, stellt Dropbox für die Synchronisation und auch für das Backup verschiedenster Daten einen ungeheuren Mehrwert dar.
Kommunikation
Ob man Skype, Facebook oder Twitter nun wirklich als Cloud-Services bezeichnen möchte weiß ich nicht. Definitiv aber kommen alle bei mir zum Einsatz. Für den kurzen Chat zwischendurch benutze ich in letzter Zeit vorzugsweise IM+, einen Web Messenger, den ich hier im Blog auch schon vorgestellt habe. In den Jahren zuvor bin ich immer wieder zwischen Miranda und Trillian hin und her gesprungen. Heute reicht mir ein Web Messenger für die relativ stark zurückgegangene Kommunikation per Instant Messenger.
Betriebssystem
Jolicloud ist ein auf Ubuntu basierendes Betriebssystem, dass speziell für Netbooks entwickelt wurde. Neben den geringen Hardware-Anforderungen stand ebenfalls der Aspekt des niedrigen Stromverbrauchs im Vordergrund. Ähnlich wie beim bald erscheinenden Chrome OS wird auf den erhöhten Einsatz von webbasierter Software gesetzt, also auf die Cloud. Ich selbst verwende es zur Zeit recht gerne als Zweitsystem auf meinem Netbook und bin gespannt auf die weitere Entwicklung in diesem Bereich.
Ihr habt weitere Apps, die ihr unbedingt weiterempfehlen wollt? Dann ab damit in die Kommentare oder noch besser, nehmt an der Blogparade auf infoblog.li teil.

Pingback: Auswertung der Blogparade zum Thema Cloud-Dienste